Die Wurzeln des traditionellen Holzkunst-Handwerks reichen zurück bis in die Urgeschichte der Menschheit, als Holz der primäre Werkstoff für Werkzeuge, Kultobjekte und Wohnstätten war.
Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich diese reine Zweckform zunächst zur sakralen Kunst weiter. Später wurde das Holzhandwerk aus der Not heraus zu einer wichtigen Einnahmequelle: In waldreichen Regionen wie dem Erzgebirge, dem Schwarzwald oder den Alpen reichten die landwirtschaftlichen Erträge im Winter oft nicht aus, um die Familien zu ernähren.
Die Menschen nutzten daher das reichlich vorhandene Holz, um in Heimarbeit Gebrauchsgegenstände, Spielzeug oder Schnitzereien als lebensnotwendigen Zuverdienst herzustellen.
Heute definiert sich das Schaffen als echtes Kunsthandwerk. Im Gegensatz zur makellosen Maschinenware zeichnet sich die traditionelle Holzkunst durch feine Unregelmäßigkeiten aus – jedes Objekt trägt die individuelle Handschrift und Schnittführung des Künstlers.
